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Veranstaltungskalender

Mittwoch, 11.11.2026 , 18:00 - 19:00 Uhr

Naturforscher, Draufgänger, Netzwerker, Marketinggenie – Humboldt ohne Grenzen


Kurzbeschreibung

Unter diesem Titel lädt Sie am 11. November 2026 um 18:00 Uhr die Historische Bibliothek zu einem Vortrag des Bibliotheksleiters Dr. Uli Steiger ein. Im Fokus der Betrachtungen steht der preußische Gelehrte Alexander von Humboldt (1769–1859), der mit seinem revolutionären Verständnis von der Natur als einem lebendigen vernetzten Ökosystem, als Kosmos, essenzieller Teil der gerade beendeten Sonderausstellung ‚Die Erfindung der Natur. Illustrierte Naturbücher von Plinius bis zu Humboldt‘ war.


Beschreibung

Alexander von Humboldt war Naturforscher und Forschungsreisender, Universalgenie und Kosmopolit, Gelehrter und Mäzen. Seine große Südamerikareise von 1799 bis 1804 wurde als die zweite, die wissenschaftliche Entdeckung des Kontinents gefeiert.
Naturwissenschaftliche Disziplinen, wie die physische Geographie, die Klimatologie, die Ökologie oder die Ozeanographie, sehen in Humboldt ihren Begründer. Sein Alterswerk, der fünfbändige ‚Kosmos. Entwurf einer physischen Weltbeschreibung‘ ist in seinem umfassenden Ansatz bis heute einzigartig geblieben.
Dabei investierte Humboldt sein Erbe nicht nur in die eigenen Unternehmungen. Selbstlos förderte er auch andere junge Wissenschaftler und Künstler, so zum Beispiel Justus von Liebig oder Felix Mendelssohn-Bartholdy. Als geradezu besessener Netzwerker stand er über alle politischen, nationalen und disziplinären Grenzen hinweg in stetigem Briefkontakt mit Forschern, Künstlern und Staatsmännern und schuf so fruchtbare internationale Kooperationen.
Seine bildgewaltigen Berichte über die Reisen und Expeditionen machten Alexander von Humboldt zum Star, versetzten sein Publikum immer wieder in Erstaunen und verschafften diesem jedes Mal einen „Naturgenuss“ – egal ob bei Königen oder Bürgern, bei Wissenschaftskollegen oder Studienfreunden. Mit seiner Publicity in eigener Sache schuf Humboldt letztlich eine Marke, die ihn berühmt und unsterblich machte, gleichzeitig gab er wenig von seinem Privatleben preis und blieb so stets in gewisser Weise geheimnisumwittert.  

In seinem Vortrag erläutert der Referent die nach wie vor bestehende starke Anziehungskraft, die das „ewige Idol“ bis heute noch immer auf Wissenschaftler, Künstler und die Gesellschaft ausübt. Steiger zeigt dabei auch, dass es nicht den einen Humboldt, sondern viele Humboldts gab: den Naturforscher, den Schriftsteller, den Denker, den Europäer und den halben US-Amerikaner, aber auch den Selbstvermarkter, und wirft damit zugleich einen Blick hinter die von Humboldt berechnend kultivierte Fassade.  

Der Vortrag am 11. November 2026 beginnt um 18:00 Uhr im Bibliothekssaal der Historischen Bibliothek im Ludwig-Wilhelm-Gymnasium (Lyzeumstraße 11 · 76437 Rastatt).
Der Eintritt ist frei; eine Anmeldung ist nicht nötig.  

Weitere Informationen erhalten Sie unter Tel. 07222 / 972 8420 (Mo bis Mi) oder auf unserer Homepage hier.


Alexander von Humboldt beim Botanisieren vor einer idealisierten Urwaldlandschaft, Gemälde von Friedrich Georg Weitsch, 1806
Alexander von Humboldt beim Botanisieren, Gemälde von F. G. Weitsch, 1806

Veranstalter

Historische Bibliothek im Ludwig-Wilhelm-Gymnasium

Historische Bibliothek im Ludwig-Wilhelm-Gymnasium
Lyzeumstraße 11
76437 Rastatt

Veranstaltungsort

Historische Bibliothek im Ludwig-Wilhelm-Gymnasium

Historische Bibliothek im Ludwig-Wilhelm-Gymnasium
Lyzeumstraße 11
76437 Rastatt
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